Lehrer mit Beamtenstatus, die an einer Schule in einem anderen Bundesland arbeiten möchten, benötigen die Zustimmung des Ministeriums für Bildung und Kultur, das für ihre alte Schule und die des aufnehmenden Landes zuständig ist. In einer im Mai 2001 verabschiedeten Vereinbarung legte die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder zwei Verfahren für die Versetzung von Lehrern zwischen den Ländern fest. Ziel dieser Vereinbarung ist es unter anderem, die Mobilität von Lehrkräften in Deutschland zu erhöhen: Einerseits können Lehrer nun jederzeit am Bewerbungsverfahren in einem anderen Bundesland teilnehmen. Darüber hinaus können sie im Rahmen des bereits vor der Vereinbarung vom Mai 2001 geltenden Umtauschverfahrens eine Entsendung in ein anderes Bundesland beantragen. Mit diesem Verfahren übernimmt jedes Bundesland nur so viele Lehrer aus anderen Bundesländern, wie Lehrstellen durch Die Verlegung von Lehrpersonal in andere Bundesländer frei werden. Der Hauptzweck, aber nicht ausschließlich, eines solchen Austauschs ist es, Familien das Zusammenleben zu ermöglichen. Der Austausch der Lehrer findet zu Beginn des Schuljahres und in Ausnahmefällen zu Beginn der zweiten Hälfte des Schuljahres statt. Damit soll den Schülern Kontinuität im Unterricht gegeben werden. Die gegenseitige Anerkennung der Lehrerausbildung in den einzelnen Bundesländern wurde zuletzt 1999 durch Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister geregelt. Die Vereinbarung über die gegenseitige Anerkennung von Lehrqualifikationen, die vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten nach dem Recht der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) erworben wurden, wurde überarbeitet. In Anregung früherer Entschließungen hat die Ständige Konferenz in einer Entschließung vom März 2013 die bundesweite berufliche Mobilität von Lehrkräften weiter gestärkt. Absolventen von Lehrerausbildungskursen sollte der gleichberechtigte und bessere Zugang zum Vorbereitungsdienst gewährt werden. Darüber hinaus sollte es grundsätzlich allen Lehrern in ganz Deutschland möglich sein, in den Beruf einzutreten.

Die Umsetzung der sogenannten Mobilitätsentschließung ist Gegenstand der jährlichen Berichterstattung. Das Personal der Vorschuleinrichtungen wird von den jeweiligen Unterhaltsgremien (Gemeinden, Kirchen und privat unterhaltene Einrichtungen) beschäftigt und nach Tarifen bezahlt, die im Rahmen von Tarifverträgen ausgehandelt werden, sofern solche Vereinbarungen bestehen. Derzeit und in den nächsten Jahren wird es in einigen Bundesländern einen enormen Bedarf an qualifiziertem Personal in der Vorschulerziehung geben. Gründe dafür sind vor allem der Ausbau der Tagespflege für Kinder unter drei Jahren und Maßnahmen zur Qualitätssicherung im bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Um den zusätzlichen Bedarf zu decken, haben die betreffenden Bundesländer ihre Ausbildungskapazitäten erhöht. Im Ocotber 2019 veröffentlichte die Ständige Konferenz die Modellrechnung des Lehrerbedarfs und des Lehrerangebots in der Bundesrepublik Deutschland für die Jahre 2019 bis 2030 (Lehrereinstellungsbedarf und -angebot in der Bundesrepublik Deutschland 2019–2030). Der Bericht basiert auf Länderdaten und kombiniert die aktuelle Schätzung des Bedarfs an Lehrern in den verschiedenen Lehrjahren mit einer Prognose für Schüler, die die Zweite Staatsprüfung abschließen. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Gesamtbedarfs ist die Zahl der Lehrer, die für bestehende und projizierte Schülerzahlen bis 2030 als notwendig erachtet werden. Dies sollte eine Bewertung ermöglichen, inwieweit die Nachfrage nach Lehrern in den verschiedenen Schullaufbahnen bis zum Jahr 2030 durch das Angebot in den einzelnen Bundesländern gedeckt wird.

Alle Absolventen eines vorbereitenden Dienstes in einer Lehrtätigkeit, die den Anforderungen der Vereinbarungen der Ständigen Konferenz entsprechen, sollen gleichberechtigten beruflichen Zugang zu der Art der Lehrtätigkeit erhalten, die ihrem Abschluss entspricht.

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